Berufungsverhandlung vor dem LG Ulm wegen Tierquälerei

Strafsache wegen Tierquälerei
Berufungsverhandlung vor dem LG Ulm

1.
Der Mandant wurde als Jagdpächter zusammen mit seinem Jagdgast wegen Tierquälerei verurteilt. Das Amtsgericht Göppingen hatte in I. Instanz jeweils 50 Tagessätze angesetzt. Während das Urteil gegen den Jagdgast, der einen Fuchs geschossen hatte, rechtskräftig wurde, ging der in I. Instanz anwaltschaftlich nicht vertretene Jagdpächter in die Berufung, so dass es am 28.02.2017 vor dem LG Ulm zu einer Hauptverhandlung kam.

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Gedanken zum Jagdvortrag

Artikel in der Augsburger Allgemeinen vom 10.07.2014:

"Die Wildsau - nur noch ein Schädling?
Bayerischer Landtag: Der Schlussbericht zum Schwarzwildprojekt in Bayern zeigt, dass eine Verringerung der Bestände möglich ist, es aber vielerorts am Wissen und am Willen zur Zusammenarbeit mangelt."

Es wird über eine Botschaft von einem Herrn Niels Hahn von der Fa. WILCON Wildlife Consulting berichtet. Voraussetzung für eine erfolgreiche Sauendezimierung sei, dass alle Beteiligten vor Ort sich informieren und organisieren, regional passende Konzepte entwickeln und zusammenarbeiten. Daran würde es offensichtlich in vielen Regionen hapern mit möglicherweise ärgerlichen Folgen für alle Beteiligten.

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Keine Zusammenrechnung älterer Straftaten mit einer neueren Verurteilung im Rahmen der Zuverlässigkeit nach § 5 WaffG und § 17 Abs. I S. 2 BJG

Der Mandant war wie folgt verurteilt worden:

Urteil vom 14.03.2006:
Vorsätzliche Pflichtverletzung bei Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung, Bankrott und Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 13 Fällen zu 210 Tagessätzen.

Das Urteil wurde rechtskräftig am 14.03.2006.
Fünf Jahre waren verstrichen am 14.03.2011.

Urteil vom 14.03.2013:
Wegen Betrugs nach § 263 Abs. I StGB.
Rechtskräftig seit 02.04.2013.
40 Tagessätze

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Revierübergreifende Drückjagden

Langsam wird es selbst den duldsamsten Jagdpächtern zuviel, was unter der von den Staatsforsten so hoch gelobten Organisationsform "revierübergreifende Drückjagden" getrieben wird:

Eingeübte Hundemeuten treiben das Rehwild zunächst von den Randlagen, und damit auch aus den privat verpachteten Gemeinschaftsjagdrevieren, in den tiefen Staatswald, wo sie von zahlreichen Schützen empfangen und spätestens nach dem dritten Schuss gestreckt werden.

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Ratgeber Recht / Steuer / Wirtschaft - Einleitungstext zum Thema "Jagdrecht" und "Waffenrecht" von RA Kroder

Das Jagdrecht

In der Präambel des Vorgängers des heutigen Bayerischen Jagdgesetzes hieß es:

"Für das bayerische Volk ist das Wild in den heimatlichen Bergen, Wäldern und Fluren ein Volksgut, das gerechte Waidwerk ein Bestandteil seiner Kultur."

Heute erinnert der Artikel 1 des BayJG an die Erhaltung des Artenreichtums des Wildes, an die Erhaltung seiner natürlichen Lebensgrundlagen, an die Vermeidung von unzumutbaren Beeinträchtigungen der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung und an die natürliche Verjüngung standortgemäßer Baumarten sowie ganz allgemein an den Ausgleich jagdlicher Interessen mit den Belangen der Landeskultur, des Naturschutzes und der Landschaftspflege.

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